Gegend um Sambuco soll aufgewertet werden

mb
Bergidylle im Lavizzaratal

SIE KOMMEN aus allen Regionen, ja sogar aus den verschiedensten Nationen: An schönen Tagen parken die Ausflügler am Lago di Narèt ihre Autos Stossstange an Stossstange. Zu sehen sind Kennzeichen aus der ganzen Schweiz, aus Italien, Deutschland und Holland. Auf der engen Strasse, die von Fusio dem Sambuco-See entlang und dann weiter an Alpwirtschaften und Ferien-Rustici vorbei zum Narèt-Stausee hoch führt, herrscht im Sommer reger Verkehr. Von diesem motorisierten Ausflugstourismus möchte der Gemeindepräsident von Lavizzara, Michele Rotanzi, nun profitieren. Zwischen 30'000 und 40'000 Franken koste der Unterhalt der asphaltierten Strasse jährlich, sagt er. In einem Interview mit dem „Giornale del Popolo“ spricht er von einer Maut, die erhoben werden könnte. Auch wenn er findet, eine Barriere mit Zahlstelle sei nicht die beste Lösung, um Geld einzutreiben. Vielmehr müsse man sich über die Aufwertung der Region Sambuco im Allgemeinen Gedanken machen. Die Strasse zum Narèt gehört zur Hälfte der Elektrizitätsgesellschaft Ofima, zu 40 Prozent der Gemeinde Lavizzara und zu 20 Prozent den Patriziaten von Fusio und Airolo. Letztere sind es, die sich gegen einen Wegzoll aussprechen, obwohl zwischen 70 und 80 Prozent der Strassenbenützer einen solchen bezahlen würde. Dies ergab jüngst eine Umfrage unter den Ausflüglern. Die Gegend zwischen Sambuco und Narèt ist für die Ofima, aber auch aus landwirtschaftlicher und touristischer Sicht interessant. Um sie noch attraktiver zu gestalten, sind neue Ideen gefragt. Und diese sollten im Einklang stehen mit der grossartigen Natur, die es dort zu bewundern gibt. Ein Beispiel: die Vermietung von Elektro-Fahrrädern, um mit leichtem Tritt und emissionsfrei bis zur Staumauer des Narèt-Sees zu fahren.