Palacinema soll viel mehr als nur ein Kino sein

mk
Die Baustelle des Kinopalastes

Wenn alles nach Plan verläuft, wird das Festival del Film bereits im Jahr 2017 über einen neuen Veranstaltungsort verfügen: den neuen Kinopalast, Palacinema, im ehemaligen Schulgebäude an der Piazza Castello in Locarno. Neben diesen drei Kinosälen würde auch weiterhin die Mehrzweckhalle Fevi genutzt, welche Ende letzten Jahres von der Gemeinde Locarno erstanden wurde, wie die Stadtpräsidentin Locarnos, Carla Speziali, diesen Mittwoch gegenüber den Medien verkündete. Michele Dedini, der Direktor der PalaCinema Locarno SA, versicherte an ebendieser Veranstaltung, dass es, bisher zumindest, so aussehe als würden die tatsächlichen Baukosten im Rahmen des Kostenvoranschlags von 33.650 Millionen Franken bleiben. Die Arbeiten am neuen Kinopalast, der ausserdem auch verschiedene kulturelle und kommerzielle Institutionen im audiovisuellen Bereich beherbergen wird, haben im Januar begonnen. Im Herbst dieses Jahres soll der Rohbau stehen, sofern es mit dem hohen Grundwasserspiegel keine Probleme geben wird. Die Schlüsselübergabe ist für den 19. Juli 2017 vorgesehen.

Das Palacinema wird ein kommerzielles Kino beherbergen. Doch vor allem wird das Palacinema Veranstaltungsort und Sitz des Festival del Film sowie Ausund Weiterbildungsstätte im audio-visuellen Bereich sein. Neben der Fachhochschule SUPSI, der Universität USI und dem internationalen Konservatorium für audio-visuelle Wissenschaft (CISA) wird auch die Stiftung Weiterbildung Film und Audiovision (Focal) Kurse im Palacinema anbieten. Langfristig träumen die Verantwortlichen, an erster Stelle Marco Müller, der Koordinator der Arbeitsgruppe zur Entwicklung des audio-visuellen Bereichs im Palacinema, von einem Executive Master. Kurzfristig finden erste Kurse in Zusammenarbeit mit der SUPSI und Focal bereits dieses Jahr, lang vor der Fertigstellung des Palacinema statt.