Hingegen freuen sich die “Olivenbauern” aus Gandria

Weinernte schlechter als erwartet

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Es begann hoffnungsvoll: Nach dem verregneten Weinjahr 2014 versprach 2015 eine gute Ernte. Die Winzervereingigung Federviti kam noch Ende August ins Schwärmen. Das werde zwar mengenmässig nicht so eine grosse Ernte wie im Vorjahr, aber die Weinqualität werde sehr gut werden, erklärte damals vor den Medien Giuliano Maddalena, Präsident von Federviti. Im Gegensatz zu 2014 sei in diesem Jahr der Schädling Drosophila suzukii kaum aufgetaucht. Nur einzelne lokale Gebiete seien im Mai von Hagel oder Trockenheit behelligt worden. Auch die Schäden durch wilde Huftiere hätten sich etwas vermindert. Die Weinernte wurde in diesem Jahr gar vorgezogen auf anfangs September. Diese optimistischen Erwarten wurden jedoch durch den verregneten September konterkariert. Der Regen und die Feuchtigkeit der ersten 23 Tage des Septembers haben die Weinernte teilweise ruiniert, heisst es in einem Bericht zur Wetterbilanz der Online-Zeitung tinews. Die wiederholten, teilweise auch nur leichten Regenfälle, hätten nur einige wenige ideale Tage Zeit gelassen für die Ernte und die Besonnung der Reben beschränkt. Es sei seit 15 bis 20 Jahren der September mit dem wenigsten Sonnenlicht gewesen.

Freude hingegen zeigten die “Olivenbauern” von VivaGandria. Mit 25 Freiwilligen konnten am letzten Wochenende rund 650 kg Oliven bester Qualität am Hang bei Gandria geerntet werden, was rund 60 Liter feinstem Olivenöl ergeben wird. Das beste Ergebnis seit fünf Jahren, was die Qualität betreffe. Bei der Ernte hatten einige Flüchtlinge aus Eritrea und Syrien mitgeholfen.