Baubeginn in Campra verschiebt sich weiter

Lukmanier wird wintersicherer

mb

Der Lukmanierpass als Verbindung zwischen Graubünden und dem Tessin soll zukünftig noch sicherer werden – zu jeder Jahreszeit. Der Kanton Graubünden plant, in den kommenden zehn Jahren rund 65 Millionen Franken in den Ausbau und die Sicherung der Strasse zwischen Disentis und der Passhöhe zu investieren. Denn, so wurde an einem Treffen zwischen dem Vorsteher des Bündner Bau-, Verkehrs- und Forstdepartements, Mario Cavigelli, und dem Tessiner Bau- und Umweltdirektor Claudio Zali, dokumentiert, besonders die Nordseite des Lukmaniers ist lawinengefährdet. Nicht weniger als 90 kritische Stellen werden im Val Medel gezählt. Auf der Blenio-Seite seien es zwei Punkte, die besonders überwacht würden, erklärte Ingenieur Fabrizio Conceprio der Pro Lucomagno. Der eine befinde sich kurz nach Campra, der andere bei Acquacalda. Im Tessin würden vor allem Lawinen kontrolliert gesprengt und der Schutzwald werde gepflegt.

Für das an der Strasse zum Lukmanier gelegene Nordische Skizentrum in Campra steht der Ausbau zu einem nationalen Leistungszentrum an. Der Beginn der Arbeiten werde sich wegen Verzögerungen bei der Planung um rund ein halbes Jahr verschieben, heisst es in einer Mitteilung des Verwaltungsrats des Centro Sci Nordico Campra SA von dieser Woche. Die Vorbereitungsarbeiten sind für kommenden Herbst, der grosse Umbau ab Frühjahr 2017 vorgesehen.