Mit Montagne sicure lanciert der Kanton eine neue Präventionskampagne für Bergtouristen

Die Sicherheit kommt an erster Stelle

Immer mit der gebotenen Vorsicht

Nach den Kampagnen Strade sicure (sichere Strassen) und Acque sicure (Sicherheit am Wasser) lanciert der Kanton nun in diesem Winter auch die Aktion Montagne sicure , welche die Aufmerksamkeit auf die Sicherheit in den Bergen lenken soll. An der Pressekonferenz vom vergangenen Dienstag, welche auf den Skipisten von Airolo stattfand, informierte Regierungsrat Norman Gobbi zusammen mit dem Sprecher der Kantonspolizei, Renato Pizolli, und Kaspar Weber, dem interimistischen Direktor von Ticino Turismo, über die vorgesehenen Massnahmen zur Sensibilisierung und Prävention. Die Bergwelt, so Gobbi im Vorfeld, berge immer Risiken, auf die der Mensch keinen Einfluss habe, und so sei es immer notwendig, Vorsicht walten zu lassen. Die Ankunft der kalten Jahreszeit sei ein guter Anlass, die neue Kampagne einzuführen, auch wenn in den Bergen – ganz unabhängig von der jeweiligen Saison – immer Respekt geboten sei. Das Projekt wurde aufgrund mehrerer gravierender Bergunfälle in Angriff genommen, und der verantwortliche Projektleiter Renato Pizolli illustrierte in seiner Präsentation die Vorgehensweise der Kampagne, die den Berggängern im Tessin Empfehlungen und Ratschläge zur eigenen Sicherheit mit auf den Weg gegeben soll. Auf einer neu geschaffenen Internetplattform sollen sich beispielsweise alle mit Bergsicherheit befassten Organisationen austauschen und vernetzen und ihre Informationen verlinken können. Die erste Gruppe, an die sich die Kampagne wende, seien jene Leute, welche winterliche Bergtouren ins Auge fassten. Die nächsten Schritte innerhalb des Projekts seien dann einerseits die Veranstaltung eines Workshops für die im alpinen Bereich Involvierten, andererseits die Bildung einer Arbeitsgruppe. Als dritten Punkt will man bereits vorausschauend die Kampagne für den Sommer und den Herbst vorbereiten. Die Winterbroschüre zur Sicherheit in den Bergen zeigt auf, was im Fall eines Unglücks zu unternehmen ist. Sie weist ausserdem darauf hin, dass bei der Planung von Ausflügen immer einerseits die persönliche körperliche Verfassung sowie die Schneeverhältnisse und die Wetterlage zu berücksichtigen seien. Einer adäquaten Ausrüstung wird grösste Bedeutung beigemessen. Bergtouren seien nie im Alleingang zu machen und bedürften eingehender Planung. Zudem sei das Lawinenbulletin zu konsultieren, um die Gefahrenlage richtig einschätzen zu können. Innerhalb einer Tourengruppe seien ausserdem die Rollen zu klären und bei Unsicherheiten ein erfahrener Führer beizuziehen.

Damit die Bergtour also als unvergesslich positives Erlebnis in Erinnerung bleibt, sind der eigenen Spontaneität Grenzen gesetzt. Wer diese jedoch respektiert, erlebt die Bergwelt auf der sicheren Seite. Alle Informationen sind auf der Seite www.montagnesicure.ch ersichtlich. st